Managementvertrag prüfen: Provision, Laufzeit, Exklusivität und Exit
Ein Managementvertrag ist schnell unterschrieben und langsam wieder losgeworden. Vier Klauselgruppen entscheiden, ob er Ihnen dient — oder Sie ihm.
Autor
Redaktion CREATORGUARD
Fachliche Prüfung
Dr. Sarafi Rechtsanwälte
Rechtsstand
2026-08-01
Lesezeit
8 Min
Provisionsbasis: Worauf genau?
20 Prozent klingen normal — die Frage ist: von was? Brutto oder netto, nur vermittelte Deals oder alle Einnahmen, inklusive bestehender Partnerschaften, Merch und eigener Produkte? Die Provisionsbasis ist der teuerste Satz des Vertrags.
Laufzeit und Verlängerungsautomatik
Mehrjahresbindungen mit automatischer Verlängerung und langen Kündigungsfristen sind verbreitet — und verhandelbar. Prüfen Sie auch, was nach dem Ende gilt: Nachlaufprovisionen auf laufende Deals können die Bindung faktisch verlängern.
Exklusivität und Kontrollrechte
Totale Exklusivität über alle Geschäftsfelder plus Freigabevorbehalte über Content sind ein Machtgefälle, kein Standard. Wer Accounts, Kanäle und Geschäftsbeziehungen im Vertrag der Agentur zuordnet, verliert im Konflikt die Existenzgrundlage.
- Provisionsbasis und -höhe je Einnahmeart definieren
- Laufzeit, Verlängerung, Kündigungsfristen prüfen
- Exklusivität auf konkrete Felder begrenzen
- Account- und Dateneigentum eindeutig beim Creator
Was Sie jetzt sichern sollten
- 01Nie unter Zeitdruck unterschreiben — seriöse Manager warten
- 02Provisionsbasis schriftlich durchrechnen lassen
- 03Accounts und Daten vertraglich beim Creator halten
FAQ
Ist eine Prüfung vor Unterschrift nicht übertrieben?
Ein Managementvertrag bindet oft Jahre und betrifft alle Einnahmen. Die Prüfung kostet einen Bruchteil dessen, was eine einzige schlechte Klausel kostet.
Quellen & Rechtsgrundlagen
- BGB Dienst- und Geschäftsbesorgungsrecht
Vertrag einordnen lassen
Klausel-für-Klausel-Prüfung vor Unterschrift.
WeiterPassendes Fachgebiet: Management-, Agentur- & Kooperationsverträge