Zum Inhalt springen

Ein Produkt von Dr. Sarafi Rechtsanwälte ↗ — der Kanzlei hinter einigen der größten Creator Deutschlands

UrteilUrheberrechtPlattformrechtrechtskräftig

BGH · Urteil vom 02.06.2022 · I ZR 140/15

YouTube II: Die EuGH-Linie im deutschen Recht

Der BGH setzt die EuGH-Vorgaben um: Plattformen haften als Täter, wenn sie nach konkretem Hinweis rechtsverletzende Inhalte nicht unverzüglich sperren.

Verfahrensstand
abgeschlossen
Ergebnis
Grundsatzentscheidung
Plattformen
YouTube
Konflikttyp
Plattformhaftung, Takedown

Sachverhalt

Fortsetzung des langjährigen Verfahrens eines Musikproduzenten gegen YouTube wegen nutzergenerierter Uploads.

Entscheidung

Nach qualifiziertem Hinweis muss die Plattform unverzüglich handeln; sonst haftet sie selbst auf Unterlassung und ggf. Schadensersatz.

Tragende Gründe

Die Grundsätze der EuGH-Entscheidung YouTube/Cyando gelten unmittelbar für die täterschaftliche Haftung im deutschen Urheberrecht.

Redaktioneller Leitsatz

Qualifizierter Hinweis + Untätigkeit = täterschaftliche Haftung der Plattform.

Was das für Creator bedeutet

Macht qualifizierte Hinweise zum schärfsten Werkzeug gegen Freebooting — und definiert, was Plattformen nach Meldung leisten müssen.

Praktische Schritte

  • 01Hinweise mit Werk-, Rechte- und URL-Nachweis formulieren
  • 02Reaktionsfristen der Plattform dokumentieren

Quelle & Prüfstatus

Fundstelle
Amtliche Veröffentlichung (YouTube II)
Geprüft am
2026-08-16 · Dr. Sarafi Rechtsanwälte