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UrheberrechtYouTubeLeitfaden

Content kopiert: Beweise, Plattform-Takedown und Ansprüche

Freebooting kostet Reichweite und Werbewert. Das Gegenmittel ist ein Dreiklang: Beweise sichern, Takedown fahren, Ansprüche durchsetzen — in dieser Reihenfolge.

Autor

Redaktion CREATORGUARD

Fachliche Prüfung

Dr. Sarafi Rechtsanwälte

Rechtsstand

2026-08-01

Lesezeit

6 Min

Beweise vor dem Takedown

Nach der Löschung ist die Kopie weg — und mit ihr der Beweis für Auskunfts- und Zahlungsansprüche. Deshalb zuerst: Gegenüberstellung Original/Kopie, Reichweiten- und Monetarisierungsdaten der Kopie, Account-Historie des Kopierers.

Takedown mit System

Qualifizierte Hinweise verpflichten die Plattform zu unverzüglichem Handeln — bis hin zur eigenen Haftung bei Untätigkeit, wie BGH und EuGH klargestellt haben. Bei Wiederholungstätern gehören auch kerngleiche Re-Uploads in den Hinweis.

Vom Takedown zum Anspruch

Gegen gewerbliche Freebooter bestehen Ansprüche auf Unterlassung, Auskunft über Verbreitung und Einnahmen sowie Schadensersatz. Das lohnt vor allem dort, wo systematisch kopiert wird — einzelne Fan-Reposts löst man pragmatischer.

Was Sie jetzt sichern sollten

  • 01Original-Nachweis bereithalten (Rohmaterial, Upload-Historie)
  • 02Kopien vor dem Takedown dokumentieren
  • 03Bei Systematik: Auskunft und Schadensersatz prüfen

FAQ

Die Kopie hat mehr Views als mein Original — ändert das etwas?

Es erhöht den Schaden und damit die Ansprüche. Reichweitendaten der Kopie unbedingt sichern.

Quellen & Rechtsgrundlagen

  • BGH, Urt. v. 02.06.2022 – I ZR 140/15
  • EuGH, Urt. v. 22.06.2021 – C-682/18

Soforthilfe: Content kopiert

Koordinierte Takedowns über alle Plattformen.

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