Zum Inhalt springen

Ein Produkt von Dr. Sarafi Rechtsanwälte ↗ — der Kanzlei hinter einigen der größten Creator Deutschlands

ÄußerungsrechtAlle PlattformenLeitfaden

Falsche Tatsachen über Creator: Unterlassung, Löschung und Gegendarstellung

Gegen falsche Tatsachenbehauptungen gibt es ein komplettes rechtliches Arsenal. Die Kunst liegt darin, jede Aussage richtig zu klassifizieren — und schnell zu sein.

Autor

Redaktion CREATORGUARD

Fachliche Prüfung

Dr. Sarafi Rechtsanwälte

Rechtsstand

2026-08-01

Lesezeit

7 Min

Tatsache oder Meinung: die Weichenstellung

„X hat seine Community betrogen“ kann Tatsachenbehauptung oder Werturteil sein — je nach Kontext. Falsche Tatsachen sind angreifbar, Meinungen grundsätzlich hinzunehmen. Diese Klassifikation entscheidet jeden Äußerungsfall, Aussage für Aussage.

Das Anspruchspaket

Unterlassung stoppt die Wiederholung, Löschung beseitigt den Bestand, die Gegendarstellung korrigiert gegenüber dem Publikum, Geldentschädigung kompensiert schwere Fälle. Welche Kombination trägt, hängt von Reichweite, Schwere und Verbreitungsweg ab.

Eilverfahren: Wochen, nicht Monate

Äußerungsrechtliche Eilverfahren setzen Dringlichkeit voraus — wer zu lange wartet, verliert diesen Weg. Beweissicherung und rechtliche Prüfung gehören deshalb in die erste Woche nach Kenntnis.

Was Sie jetzt sichern sollten

  • 01Jede Aussage einzeln mit Kontext sichern
  • 02Verbreitungswege dokumentieren
  • 03Dringlichkeitsfrist im Blick behalten — Eilverfahren binnen Wochen

FAQ

Der Account ist anonym — lohnt sich das trotzdem?

Ja: Auskunftsansprüche gegen die Plattform und Vorgehen gegen identifizierbare Weiterverbreiter funktionieren auch ohne Klarnamen des Ursprungsaccounts.

Quellen & Rechtsgrundlagen

  • BVerfG, Beschl. v. 19.12.2021 – 1 BvR 1073/20

Soforthilfe: Reputation

Aussagen-Klassifikation durch das Anwaltsteam.

Weiter

Passendes Fachgebiet: Äußerungsrecht, Reputation & Krisenkommunikation